Vortragsblock 30

Schweißtechnik

Freitag, 15.02.2019, 11.30–13.00 Uhr, Raum E 14

Prüfung von ferromagnetischen Rohren mit einem neuartigen Wirbelstromarraysensor

Dr.-Ing. Bernd Heutling, GSI-Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, NL SLV Hannover, Hannover

Bei der Prüfung von eingebauten Rohren aus Stahl können keine großen Magnetisierungseinheiten zur Verbesserung der Wirbelstromsignale eingesetzt werden. Da in den dort verwendeten Innendurchlaufsensoren nur kleine Magnete für die Aufmagnetisierung benutzt werden können, sind die Wirbelstromsignale bei weitem nicht so eindeutig wie bei den großen Magnetisierungsgeräten und nur wenige Firmen können hinreichend erfahrenes Prüfpersonal aufbieten, um die anspruchsvollen Wirbelstromsignalbilder erfolgreich zu interpretieren. Nun ist mit der Entwicklung des hier vorgestellten Wirbelstromsensors in Arraybauweise mit integrierter Magnetisierungseinheit ein großer Schritt gelungen, nicht nur schneller, sondern gleichzeitig weitaus detailreichere Wirbelstromsignalaufnahmen in ferromagnetischen Rohren aufzunehmen.

Schäden an mit Trinkwasser gefüllten Rohren

Dipl.-Ing. Elke Epperlein, GSI-Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, NL SLV Hannover, Hannover

Ursachen für Schäden in mit Trinkwasser gefüllten Rohren sind abhängig von verschiedensten Faktoren, wie z.B. der Wahl der Werkstoffqualität (chemische Zusammensetzung, Wärmebehandlung, Verarbeitung), Installation und Verlegung der Rohrleitungen, Korrosionsschutzverfahren (metallischer Überzüge, Beschichtungen) sowie des Mediums (Zusammensetzung, Inhibitoren), der Betriebsweise (Temperatur, Druck, Strömungsgeschwindigkeiten) sowie konstruktiver Gegebenheiten (Toträume, Spalten). In Deutschland gelten „für Unternehmen, die Rohrleitungen in Gas- und Wasserversorgungssystemen errichten, instandsetzen und einbinden“ das Arbeitsblatt DVGW 301 sowie die DIN 1988 (Teile 100 bis 600) und DIN EN 806 (Teil 1 bis 5). Da ca. die Hälfte aller Schäden an Trinkwasserleitungen auf Korrosion zurückzuführen sind, werden überwiegend Korrosionsschadensfälle und deren Ursachenermittlung unter Berücksichtigung der genannten Normen während des Vortrages behandelt.

Geschweißte Stahlrohre nach DIN EN 10217-2 zumindest dann richtig bestellen wenn wirklich Qualität gefordert ist

Dipl.-Ing. (FH) Joachim Lehmann, SLV Hannover, NL der GSI mbH, Hannover

Für Schweißaufsichtspersonen (SAP) wird die Kenntnis von Normen und technischen Regelwerken immer wichtiger, um sich in einer Welt zurechtzufinden, in der Qualität und Sicherheit des fertigen Produktes in die Hände des Herstellers (Verleger) gelegt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob das ursprüngliche Produkt, in diesem Fall also das „Rohr“, nicht den Anforderungen genügt oder ein Fehler im Zusammenbau passiert ist. Am Beispiel von längsnahtgeschweißten geraden Stahlrohren nach EN 10217-2 werden Hinweise zur Verwendung im Fernwärmeleitungsbau gegeben. Es wird gezeigt, wie in Bestellungen das gewünschte Qualitätsniveau eingehalten und verbessert werden kann. Dabei wird unterschieden in verbindliche, optionale und zusätzliche Bestellangaben.

Moderator: Dr.-Ing. Rainer Mittelstädt,
GSI-Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, NL SLV Hannover, Hannover