Vortragsblock 27

Gussrohre: Zukunftsorientierter Rohrleitungsbau

Freitag, 15.02.2019, 11.30–13.00 Uhr, Raum I 11

Breisach Kulturwehr als Teil der Hochwasserschutzmaßnahmen am Rhein

Dipl.-Ing. Angret Rieck, UNGER Ingenieure Ingenieurgesellschaft mbH, Freiburg

Grundwasserhaltung mit 36 Brunnen zum Schutz der Ortslagen vor schädigenden Grundwasseranstiegen, Rückhalteraum für 9,3 Mio m³ Hochwasser, Innerörtlicher Rohrleitungsbau DN 200 bis 700 mit ca. 5km Länge mit Engstellen und teilw. Umlegung der best. Infrastruktur, Spezialverfahren wie Rohrvortrieb und Horizontalbohrverfahren, EMSR-Technik zur Versorgung und Regelung der Pumpen.

Wasserversorgung für die Zukunft gemacht – denn heute ist morgen schon gestern

Jennifer Beck, B.Eng., Saint-Gobain PAM Deutschland GmbH, Saarbrücken

Die Lebensdauer von Rohrleitungen aus duktilem Gusseisen resultiert neben den Leistungsmerkmalen des Werkstoffs und der Verbindungen vor allem auch aus den Beschichtungen, die für die Beständigkeit gegenüber chemischen Angriffen (Gewässer und Böden) notwendig sind. An die Beschichtung bzw. den Korrosionsschutz werden heute hohe Anforderungen gestellt, die neben dem Schutz des Gusseisens auch den Schutz der Umwelt und der Gesundheit betreffen. Gerade in Bezug auf den Klimawandel muss mehr denn je darauf geachtet werden. Mit der Umstellung der üblichen Beschichtung von Rohren aus duktilem Gusseisen auf das Beschichtungssystem BioZinalium mit einer Lösemittel- und Bisphenol A-freien AQUACOAT-Deckbeschichtung leistet Saint-Gobain PAM Deutschland als innovatives Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Reinigung und Inspektion eines Abwasserdükers unter der Mosel am „Deutschen Eck“ in Koblenz nach 43 Betriebsjahren

Dipl.-Ing. (FH) Hans-Jörg Schulz, Stadtverwaltung Koblenz – Stadtentwässerung – Eigenbetrieb der Stadt Koblenz,
Dipl.-Ing. Wilhelm Kelb, Kontrolltechnik GmbH, Schwarmstedt

Die Stadtentwässerung Koblenz hat erstmals in Deutschland zur Inspektion eines Abwasserdükers ein Prüfsystem erfolgreich eingesetzt, das metallische Rohrsysteme mit Wirbelstrom nach der SLOFECTM-Technologie auf Korrosion untersucht. Die schwierigen Randbedingungen für dieses Prüfverfahren sowie die hohen Anforderungen an das Prüfsystem erforderten ein System mit ganz speziellen Merkmalen. Mit der Auswertung und der Analyse der gewonnenen Daten konnte eine signifikante Beeinträchtigung der Wanddicke der 44 Jahre alten Graugussleitung durch Korrosion und Altersschäden definitiv ausgeschlossen werden. Damit war der Weg frei für gezielte Investitionen allein in die Betonkonstruktionen der angrenzenden Dükerbauwerke und für eine weitere lange Nutzung des gesamten Dükerbauwerks.

Moderator: Dr.-Ing. Jürgen Rammelsberg,
Groß Glienicke