Vortragsblock 18

Pipesurrounding – Boden und Bäume

Donnerstag, 14.02.2019, 15.30–17.00 Uhr, Raum E 14

Bäume und erdverlegte Leitungen

Michael Honds, Sachverständigenbüro Michael Honds GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Was haben Bäume und erdverlegte Versorgungsleitungen gemeinsam? Sie teilen sich einen unterirdischen Bodenhorizont, im dem das Hauptstabilitätswurzelwerk eines Baumes mit den erdverlegten Versorgungsanlagen konkurriert. Dass diese Koexistenz nicht ohne Konflikte und gegenseitige Einflussnahme einhergeht, wird durch eine Reihe von Fallbeispielen untermauert. Die Darstellung eines regelwerksbasierenden, interdisziplinären Lösungsansatzes verdeutlicht den komplexen Umgang mit dem Thema „Bäume und erdverlegte Leitungen“.

Praxiserfahrung eines Versorgungsunternehmens mit einem umfassenden Bodenmanagement

Ulrich Sadlowski, GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen

Die GELSENWASSER AG hat mit Kooperationspartnern gemeinsame Gesellschaften gegründet mit dem Zweck, den bei Baumaßnahmen anfallenden Bodenaushub so zu behandeln, dass ein neuer Bodenbaustoff mit vergleichbaren Eigenschaften wie Natursand entsteht. Mit dieser Form des Bodenmanagements und der damit verbundenen Schonung und Wiederverwertung von Ressourcen wird die GELSENWASSER AG ihrer Aufgabe als Umweltunternehmen gerecht. Der hohe Qualitätsanspruch an den sogenannten Siebsand, der im Bereich der Leitungszone Medienrohre umschließt, wird durch eine besondere Technik und ein umfassendes Qualitätsmanagement realisiert. Ferner wird den steigenden Preisen für die Entsorgung von Bodenaushub bei gleichzeitiger Verknappung des Deponieraums entgegengewirkt, so dass neben der ökologischen und qualitativen Komponente auch eine wirtschaftlich gute Lösung erzielt wird.

Abfall, Altlasten, Boden – Gesetze und Querverbindungen

Prof. Dr. rer. nat. Frank Bär, BAeR – Agentur für Bodenaushub GmbH, Zwickau

Moderator: Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler,
IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen