Vortragsblock 13

Aktuelle Themen aus dem Fachgebiet des KKS

Donnerstag, 14.02.2019, 13.30–15.00 Uhr, Raum I 13

Der KKS-Sachverständige

Dipl.-Phys. Rainer Deiss, Netze BW GmbH, Stuttgart

Im Vortrag werden die Aufgaben des Korrosionsschutz-Sachverständigen, seine Stellung im Zusammenwirken mit anderen Sachverständigen nach G 100 sowie die geplante Implementierung seiner Anforderungen, Aufgaben und Funktionen in internationalen technischen Normen beschrieben.

Die neue G 466-1

Dipl.-Ing. Hans-Willy Theilmeier-Aldehoff, Open Grid Europe GmbH, Essen

Das DVGW-Arbeitsblatt G 466-1 regelt den Betrieb und die Instandhaltung von Gasleitungen aus Stahlrohren mit einem Auslegungsdruck von mehr als 16 bar, die der Versorgung der Allgemeinheit mit Gas dienen. Sie setzt also an der Stelle an, an der der Bau der Gashochdruckleitung abgeschlossen, sie begast wurde und in die betriebliche Verantwortung übergegangen ist. Überarbeitet wurde die G 466-1 vom Technischen Komitee (TK) ‚Gastransportleitungen‘ des DVGW. Erstmals war ein Vertreter des TK ‚Außenkorrosion‘ auf Einladung des TK ‚Gastransportleitungen‘ an der Überarbeitung direkt beteiligt. Im Juni 2018 ist die überarbeitete G 466-1 im Weißdruck erschienen und hat die Vorgängerversion aus dem Jahr 2012 abgelöst. Eine wesentliche Änderung zur Vorgängerversion stellt der veränderte Anwendungsbereich dar. Die Vorgängerversion galt noch für Rohrleitungen mit einem Auslegungsdruck größer 5 bar. Neben den üblichen Anpassungen wie z.B. Aktualisierung der normativen Verweisungen, redaktionellen Anpassungen und Überarbeitung der Begrifflichkeiten wurden Hinweise zu meldepflichtigen Ereignissen, Kennzeichnungspflichten in schutzbedürftigen Gebieten und neue Reparaturverfahren in die neue G 466-1 aufgenommen. Darüber hinaus wurde dem Thema Korrosionsschutz ein breiterer Raum eingeräumt und der Begriff der „Intensiven KKS-Messtechnik“ eingeführt. Im nVortrag soll der Schwerpunkt der Betrachtungen deshalb auch auf den Korrosionsschutzthemen liegen.

Coating Inspektor

Dipl.-Ing. Anton Wadenstorfer, SWM Stadtwerke München, München

Rohrleitungen aus Stahl werden vielfach für Ver- und Entsorgungsleitungen verwendet. Die Qualität des Rohrleitungsbaus bestimmt mit einem großen Anteil die Lebensdauer der Rohrleitung. Die spätere Schadensbeseitigung kann einen nicht unerheblichen technischen und wirtschaftlichen Aufwand bedeuten. Durch eine wirksame Überprüfung des Transportweges, richtiges Handling auf der Baustelle und baubegleitende Kontrollen können viele unentdeckte Mängel vor Verfüllung des Rohrgrabens vermieden bzw. beseitigt werden. Somit kann einem späteren finanziellen und organisatorischen Aufwand für die nachträgliche Beseitigung der Schwachstellen vorgebeugt werden. Der scheinbare Mehraufwand für die Beauftragung einer qualitativ hochwertigen Baubegleitung, durch einen Coating Inspector, kann überwiegend ausgeglichen werden. Die Anforderungen an die Ausführung von Nachumhüllungen, und an den Korrosionsschutz sind in den Normen ausreichend verankert; jedoch sind in der Praxis oft Mängel bzw. nicht ausreichendes Fachwissen vorzufinden.

Moderator: Dipl.-Ing. Thomas Laier,
Westnetz GmbH, Dortmund