Vortragsblock 9

Grabenlose Verlegetechniken II

Donnerstag, 14.02.2019, 11.00–12.30 Uhr, Raum E 22

JoSEPP HDD Landfall at Mongstad – Large diameter forward reaming throug rock using HDD

Scott Stone, TenneT Offshore GmbH, Lehrte

TenneT ist einer der führenden Europäischen Übertragungsnetzbetreiber. Bis 2019 werden Übertragungskapazitäten von mehr als 7 GW Offshore Windenergie aus der Nordsee zur Verfügung gestellt. Auf seinem Weg an Land muss der Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer durchquert werden. Dabei werden die Insel Norderney und der Anlandungsbereich bei Hilgenriedersiel mittels im HDD-Verfahren eingezogener, 1000 m langer Schutzrohre unterquert. Das stellt sehr hohe Anforderungen an die Planung und Ausführung der zu bewältigenden Aufgaben dar. Ausgehend von einem limitierten Bauzeitenfenster von 2,5 Monaten sind dabei neben den technischen Herausforderungen auch eine große Anzahl von Auflagen und Bedingungen in ökologischer Hinsicht zu beachten und zu erfüllen. Die Sicherung der Realisierbarkeit der Bohrungen setzt ein Gleichgewicht zwischen technisch Machbarem und ökologisch Gewolltem voraus.

Neudefinition von Grenzen bei HDD im Festgestein in Norwegen

Ing. Jorn Stoelinga, Visser & Smit Hanab B.V., Papendrecht, Niederlande

HDD sichert die Natur und das Naturkapital - Vergleichsbeispiele für naturschonenden Leitungsbau

Dr. Dipl.-Geol. Hans-Joachim Bayer, TRACTO-TECHNIK GmbH & Co. KG, Kolberg

Eingesetztes Material, Arbeitskräfte, Maschinen – bisher sind diese und andere direkte Kosten einer Baumaßnahme die ausschlaggebenden Kriterien bei der Auftragsvergabe. Dabei hat das Verlegen von Rohren nicht nur kurz-, sondern auch langfristig erheblichen Einfluss auf Natur und Umwelt – sei es durch das Fällen von Bäumen oder den Schadstoffausstoß der Baumaschinen. Künftig möchte man darauf hinwirken, dass diese Umweltwirkungen stärker bei der Planung, Bewertung und Vergabe von Aufträgen im Leitungsbau berücksichtigt werden. Mit der Naturkapitalbewertung vergleicht man die Umweltwirkung der grabenlosen Rohrverlegung mit denen der offenen Bauweise. Sie beleuchtet jene Umweltaspekte, die bei Ausschreibung und Vergabe von Bauaufträgen bislang unberücksichtigt blieben und zeigt, wie man sie sinnvoll bewerten kann, um sie bei zukünftigen Entscheidungen einzubeziehen.

Moderator: Dipl.-Ing. Ernst-Georg Fengler,
LMR Drilling GmbH, Oldenburg,
Vorstand Güteschutz Horizontalbohrungen e.V., Aachen