Vortragsblock 6

Starkregen – nicht nur eine technische Herausforderung

Donnerstag, 09.02.2018, 11.00–12.30 Uhr, Raum I 12

Starkregen im urbanen Raum – Methoden und Modelle

Dr.-Ing. Holger Hoppe, Dr. Daniela Falter, Dr. Pecher AG, Erkrath

Starkregengefahrenanalysen in Form von stadtgebietsweiten Überflutungsmodellierungen stellen eine belastbare Grundlage für die weiteren Schritte des Starkregenrisikomanagements dar. Die Ausführungen des DWA-M 119 zum Risikomanagement in der kommunalen Überflutungsvorsorge für Entwässerungssysteme bei Starkregen ist hinsichtlich der Modellierungsmethoden wenig konkret. Der im Projekt KLASII entwickelte und frei verfügbare Praxisleitfaden knüpft hier an und bietet eine Übersicht über die aktuell in der Praxis gebräuchlichen Methoden zur hydrodynamischen Überflutungsberechnung. Im Vortrag werden die Inhalte des Leitfadens kompakt zusammengefasst und Praxisbeispiele zur veröffentlichten Starkregengefahrenkarten vorgestellt.

Modellprojekt für ein Auskunfts- und Informationssystem in Bremen

Jens Wurthmann, hanseWasser Bremen GmbH, Bremen

In Bremen befindet sich ein modellhaftes Auskunfts- und Informationssystem (AIS) in Entwicklung. Das Projekt trägt die genaue Bezeichnung „Auskunfts- und Informationssystem Starkregenvorsorge (AIS) als Beitrag zur Klimaanpassungsstrategie Extreme Regenereignisse (KLAS) in Bremen“. In Kurzform wird das Modellprojekt auch als AIS Starkregenvorsorge betitelt. Projektträger sind die Dr. Pecher AG, die hanseWasser Bremen GmbH sowie die Freie Hansestadt Bremen (Senator für Umwelt, Bau und Verkehr). Das Modellprojekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) kofinanziert. Die Projektlaufzeit beträgt 24 Monate. Der Förderbescheid ist am 22. Juni 2018 öffentlichkeitswirksam übergeben worden.

Starkregengefahrenkarte Oldenburg - Kommunikation als Grundstein zur wassersensiblen Stadtentwicklung

Dr.-Ing. Michael Janzen, Julia Oberdörffer, Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband, Oldenburg

Aufgrund der Zunahme von extremen Starkregen und infolge Überflutungsereignissen in der Stadt Oldenburg hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband Starkregengefahrenkarten für das Stadtgebiet erstellen lassen. Diese stellen die Grundlage für eine Diskussion über den Umgang mit Wasser in der Stadt sowie der kommunalen Gemeinschaftsaufgabe Überflutungsvorsorge dar. In verschiedenen Kommunikations- und Partizipationsformaten sollen Wege hin zu einer wassersensiblen Stadt identifiziert und schrittweise umgesetzt werden.

Moderator: Dipl.-Ing. Swen Pfister,
hanseWasser Bremen GmbH, Bremen