Vortragsblock 2

Steinzeugrohre

Donnerstag, 14.02.2019, 9.00–10.30 Uhr, Raum I 11

Geschlossene Bauweise vs. Offene Bauweise an ausgeführten Beispielen

Dipl.-Ing. (FH) Susanne Heidt-Uzar, Dipl.-Ing. (FH) Christoph Kruppke, Heidt + Peters Ingenieurgesellschaft mbH, Celle

Die Gemeinde Bomlitz hat die Ingenieurgesellschaft Heidt + Peters mbH mit der Planung, Ausschreibung und Bauleitung bei der Trennung der Mischwasserkanalisation in der Ortslage Bomlitz beauftragt. Die Maßnahme läuft bereits seit dem Jahr 2012 und wird im Jahr 2019 abgeschlossen. In diesem Rahmen ist die Verlegung eines neuen Schmutzwasserkanals parallel zum Mischwasserkanal vorgesehen. Dabei werden neben Rohrverlegearbeiten in offener Bauweise auch 4.300 m Hauptkanäle und 2.400 m Hausanschlussleitungen im Rohrvortriebsverfahren mit Steinzeugrohren eingebracht. In diesem Vortrag berichtet die Ingenieurgesellschaft von den Erfahrungen, die sie mit dem Verlegeverfahren in geschlossener Bauweise gemacht hat.

Innovationen in der Rohrvortriebstechnik nichtbegehbarer Nennweiten

Dr. Gregor Nieder, Bohrtec Gesellschaft für Bohrtechnologie mbH, Alsdorf

Die unterirdische Verlegung von Leitungen kleiner Nennweiten wird weltweit in zunehmendem Maße mit gesteuerten Schneckenbohranlagen durchgeführt. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung ist die Tatsache, dass diese Verfahrenstechniken für kleine Nennweiten und kurze Strecken wirtschaftlicher als der Mikrotunnelbau mit hydraulischer Bodenförderung sind. Der Vortrag zeigt die neuesten Entwicklungen anhand von Praxisbeispielen.

Steinzeug Kera.iX - Innovationen in der Dimensionierung und Verbindungstechnik

Dr.-Ing. Ulrich Bohle, Steinzeug-Keramo GmbH, Frechen

Das neue und innovative Rohrsystem KERA.iX kombiniert die klassischen Vorzüge der bewährten Muffenrohre aus Steinzeug mit einem völlig neuen Ansatz, der aus der Natur abgeleitet wurde. Zudem bietet das neuartige Verbindungssystem iX.LINK vielfältige Verbesserungen im Vergleich zu bestehenden Rohrverbindungen, sodass Netzbetreiber stets die optimale Rohrverbindung für ihre Anwendung wählen können. Die in die Rohrwand integrierten Hohlkammern ermöglichen beispielsweise den Einsatz hochfunktionaler Tone, wodurch die Eigenschaften der Rohre erheblich optimiert werden konnten. Die Systemkomponenten KERA.iX und iX.LINK bieten in ihrem Zusammenspiel ein Optimum an Einbaufreundlichkeit, Robustheit und Dichtheit. Sie ergänzen das bewährte Standardsortiment um weitere, bisher so nicht mögliche Einsatzbereiche. Die Entwicklung der Rohre für den klassischen Einsatz als Abwasserrohre stellt jedoch erst den Anfang dar. Parallel dazu wird bereits an der Weiterentwicklung von KERA.iX für neue intelligente Nutzungsmöglichkeiten der integrierten Hohlkammern als Kabelkanäle, Wärmetauscher oder zur Erdkabelkühlung gearbeitet.

Moderator: Bauass. Dipl.-Ing. Karl-Heinz Flick,
Fachverband Steinzeugindustrie e. V., Frechen