Vortragsblock 29

GSTT-Bauweisen - sicher und wirtschaftlich - aktuelle Information pro NO DIG

Freitag, 09.02.2018, 11.30–13.00 Uhr, Raum I 12

Druckliner - die andere statische Welt

Dipl.-Ing. (FH) Markus Maletz, TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, Nürnberg

Seit über 40 Jahren werden Schlauchliner zur Renovation von Rohren erfolgreich eingesetzt. Nachdem die Entwicklungen der vergangenen Jahre im drucklosen Bereich zu standardisierten und qualitativ hochwertigen Produkten geführt haben, liegt bei der Ertüchtigung von Druckleitungen noch sehr viel Potential, sowohl für die Hersteller, aber auch seitens der Netzbetreiber.
In der internationalen Standardisierung werden zurzeit viele Normen erarbeitet, die sich intensiv mit dem Thema der Renovation von Druckleitungen beschäftigen. In keinem dieser Dokumente wird jedoch explizit auf die Berechnung der Druckliner eingegangen, die sich aber in einigen Punkten von der der Freispiegelleitungen unterscheidet.

Der mineralische Liner - Forschungsergebnisse zur Innenauskleidung von Rohren

Dipl.-Ing. Franz Fernau, Hermes Technologie GmbH & Co. KG, Schwerte

Das Forschungsergebnis zu einer umweltfreundlicheren Beschichtungsvariante ist der mineralische Liner der die Vorzüge des korrosionsfesten, hoch druckfesten WW-Beschichtungsmörtels ERGELIT-KS1 mit den hohen Zugfestigkeiten von Karbongewebe kombiniert. Eine ganz neue Möglichkeit für die Renovierung von Freispiegelleitungen und Druckrohrleitungen im Durchmesserbereich DN 400 bis DN 800.

Bauüberwachung mittels Pipe Jacking Monitoring System

Edda Bockelmann, B.Eng., MOLL-prd GmbH & Co. KG Planungsgesellschaft für Rohrvortrieb und Dükerbau, Schmallenberg

Die Anforderungen an eine fachgerechte Bauausführung und damit auch an die örtliche Bauüberwachung steigen kontinuierlich. Es fallen beständig immer größere Datenmengen an, welche dokumentiert, aufgearbeitet und ausgewertet werden müssen. Das neu entwickelte Monitoring System der MOLL-prd ist ein hervorragendes Werkzeug für die örtliche Bauüberwachung diesen Anforderungen gerecht zu werden. Es ermöglicht die direkte Verarbeitung der Rohrvortriebsdaten, um somit bspw. sofort Grenzwertannäherungen festzustellen und notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten. Ebenso können auch Grenzwerte dargestellt werden. Gleichzeitig ermöglicht es eine Visualisierung der Daten in Form von Diagrammen, welche sich zugleich in Bezug auf die Vortriebsstrecke und die vorhandene Geologie setzen lassen, um so schnell zu erkennen warum bspw. die Pressenkraft oder das Drehmoment steigen.

Moderator: Prof. Dipl.-Ing. Jens Hölterhoff,
German Society for Trenchless Technology e.V. (GSTT), Berlin