Vortragsblock 3

Ingenieurbaukunst im Pipelinebau

Donnerstag, 08.02.2018, 9.00–10.30 Uhr, Raum I 12

Neue geschlossene Kreuzungsverfahren im Pipelinebau in Abhängigkeit von geologischen Untergründen

Dipl.-Geol. Gerhard von Zezschwitz, Dr. Spang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH, Witten

Der Vortrag beschäftigt sich mit Baugrundverhältnissen, welche für unterirdische Rohrvortriebverfahren als schwierig einzustufen sind. Maßgebend wird auf Böden mit großen Einschlüsse wie Steinen und Findlingen und auf verkarstete Kalksteinformationen eingegangen. Es werden bautechnische Folgerungen/Empfehlungen für verschiedene Vortriebverfahren nach DWA A 125 dargestellt.

Aktiver baubegleitender Bodenschutz während des Pipelinebaus

Dipl.-Ing. agr. Klaus Sanzenbacher, Open Grid Europe GmbH, Essen

Aktiver Bodenschutz wird bei der Umsetzung von Baumaßnahmen immer wichtiger. Zum einen erlangt Boden im Rahmen von Genehmigungsverfahren eine immer stärkere Bedeutung, was sich in der getrennt zum Naturschutz zusätzlich durchzuführenden Bewertung des Bodeneingriffs zeigt und zum anderen in der Forderung von landwirtschaftlichen Interessenvertretungen, Bodenschutz bei Infrastrukturmaßnahmen stärker zu berücksichtigen. Hierzu wurden daher auch diverse Leitfäden zum Bodenschutz in mehreren Bundesländern erarbeitet, aktuell wird die DIN 19639 „Bodenschutz bei Planung und Durchführung von Baumaßnahmen“ erarbeitet.
In dem Vortrag wird auf die Umsetzungsmöglichkeiten von Bodenschutzmaßnahmen bei Planung, Bau und Folgenutzung im Zusammenhang mit Pipelineverlegungen eingegangen und die Rolle der bodenkundlichen Baubegleitung thematisiert.

Querungen mittels Rohrvortrieb/HDD unter DB-Bahngleisen

Dipl.-Ing. Dennis Edelhoff, IMM Maidl & Maidl Beratende Ingenieure GmbH & Co. KG, Bochum

Die Herstellung von Leitungstrassen unter Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG mittels grabenloser Verlegetechniken ist an zahlreiche Vorschriften und Regelwerke gebunden, aus denen sich spezifische Anforderungen an die Planung und Durchführung ergeben. Neben bahninternen Regelungen müssen auch die bauaufsichtlich relevanten Auflagen des Eisenbahn-Bundesamtes beachtet werden. Insbesondere an das HDD-Verfahren werden hohe Ansprüche an Bauausführung und Überwachung gestellt. Sofern Abweichungen von den Vorschriften wie z. B. Unterschreitung der Mindestüberdeckung unumgänglich sind, müssen individuelle Kompensationsmaßnahmen geplant und umgesetzt werden. Die Kenntnis der relevanten Anforderungen und frühzeitige Berücksichtigung sowie Beteiligung der entsprechenden Instanzen leistet einen großen Beitrag zum Projekterfolg.

Moderator: Dipl.-Ing. Claus Meyer,
Open Grid Europe GmbH, Essen