Vortragsblock 2

Kunststoff - Der vielseitige Werkstoff für moderne Rohrsysteme in der Infrastruktur

Donnerstag, 08.02.2018, 9.00–10.30 Uhr, Raum E 14

PP-Systeme in der drucklosen Entwässerung! - Zukunftsorientierte Abwassersysteme vom Waschbecken bis zur Kläranlage

Dipl.-Wirtschaftsingenieur Günter Brümmer, Wavin GmbH, Twist

Zukunftsorientierte Abwassersysteme sind in aller Munde, aber was bedeutet zukunftsorientiert? Die Unterschiedlichsten Anforderungen in den einzelnen Bereichen der Abwasserentsorgung sind bei einer langfristigen Entwässerung zu beachten. Es gibt mittlerweile ausgereifte Systeme aus PP, die sowohl den hohen Anforderungen als auch den gesetzlichen und normativen Ansprüchen mehr als gerecht werden. Der Werkstoff PP bietet die Möglichkeit, alle Komponenten des Abwassersystems aus einem Material und mit gleichbleibenden Eigenschaften herzustellen. Die über Jahrzehnte gewonnen positiven Erfahrungen mit diesem hochwertigen Werkstoff und die vielfältigen konstruktiven Möglichkeiten, sind ein wesentlicher Baustein für eine zukunftsorientierte Entwässerung vom Waschbecken bis zur Kläranlage. Des Weiteren ist sowohl das Schmutz- als auch das Niederschlagswasser in einer ganzheitlichen Betrachtung zu berücksichtigen.

Wirtschaftliche Aspekte bei der Rohrverbindungstechnik unter Einhaltung einer hohen Qualität und Zuverlässigkeit

Dipl.-Ing. Robert Eckert, FRIATEC Aktiengesellschaft, Mannheim

Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit basiert wesentlich auf der dauerhaften Zuverlässigkeit unserer unterirdischen Infrastruktur. Der Erfolg beweist, dass die richtigen technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Weichenstellungen erfolgt sind. Ausbildung, Produktqualität und Überwachung halten das erreichte, hohe Niveau aufrecht. Innovationen werden diesen eingeschlagenen Weg auch zukünftig tragen und fortführen. Weiterentwickelte Produkte und optimierte Verarbeitungsmethoden helfen z. B., Zeitbedarf und Kosten beim Einbau von PE-Rohrleitungssystemen zu reduzieren. Dabei gewinnt ein neuer Parameter stark an Einfluss auf Entscheidungsprozesse: die Bewertung der Umwelteinflüsse während der gesamten Nutzungsdauer von Rohrleitungen. Hier können Kunststoffrohrsysteme einen weiteren Trumpf ausspielen.

Zerstörungsfreies Prüfen von Elektro- und Stumpfschweißungen

Anne-Marie Hof, B.Eng., Georg Fischer GmbH, Albershausen

Mit der Anwendung des NDT-Verfahrens bei Kunststoffen können nun auch in diesem Bereich Qualitätskontrollen nach dem Schweißvorgang durchgeführt werden, ohne die Schweißnaht dabei zerstören zu müssen. Das Scannen der Schweißnähte erfolgt mit Hilfe spezifisch ausgelegter Ultraschallsensoren. Für Elektroschweißungen wird das PAUT-Verfahren (phased array ultrasonic) und für Stumpfschweißungen wird das TOFD-Verfahren (ultrasonic time of flight diffraction) eingesetzt. Das sich daraus ergebende Messbild wird auf dem zugehörigen Monitor in Echtzeit angezeigt. Fehler in der Schweißnaht können bis zu einer Größe von 1 mm detektiert werden. Mit Hilfe eines neu entwickelten und bislang einzigartigen Algorithmus ist GF Piping Systems in der Lage, eine Pass-/Fail-Bewertung für Stumpf- und Elektroschweißnähte anzubieten. Dazu vergeben wir als einziger Hersteller eine Gewährleistung auf jede geprüfte Schweißnaht.

Moderator: Dipl.-Ing. Andreas Redmann,
Kunststoffrohrverband e.V., Bonn