Vortragsblock 24

GSTT Bauweisen – sicher und wirtschaftlich – aktuelle Informationen pro NO DIG

Freitag, 10.02.2017, 9.00–10.30 Uhr, Raum I 12

Einfluss des konstanten Ringspaltes bei Linerstatiken gem. DWA-A 143-2

Dipl.-Ing. Michael Röling, BKP Berolina Polyester GmbH & Co. KG

Schlauchliner haben grundsätzlich ein Schrumpfverhalten in Abhängigkeit des verwendeten Harzes, dem verwendeten Trägermaterial (ggf. verstärktem Trägermaterial) und der Art der Aushärtung, was zu einem Ringspalt zwischen dem Altrohr und dem Liner führt. Außerdem kann der Ringspalt von der Konstruktion des Schlauchliners beeinflusst werden. Der Vortrag beleuchtet den Einfluss des Ringspaltes auf die statisch erforderliche Wanddicke der Schlauchliner und zeigt die Vorteile dehnfähiger Linerkonstruktionen. Um Linerfalten in deformierten Altrohren zu vermeiden produzieren viele Hersteller die Schlauchliner mit mehr oder weniger Untermaß bezogen auf den Nenndurchmesser. Wenn die Liner dann nicht ausreichend – „close-fit“ – aufgedehnt werden können, führt das zu entsprechenden Ringspalten. Im Rahmen dieses Vortrages werden typische Unterschiede in den Linerkonstruktionen aufgezeigt und Anregungen zur Vermeidung sowohl von Falten als auch von Ringspalten gegeben. Es wird auch auf die versteckten Risiken hingewiesen, die auftreten, wenn der Ringspalt nach dem Einbau größer ist als in der Statik angenommen.

Kabel im Kanal – Risiken bei der Umsetzung der sog. "EU-Breitbandrichtlinie" durch das DigiNetz Gesetz für Ver- und Entsorgungsunternehmen

Dr.-Ing. Klaus Beyer, GSTT German Society for Trenchless Technology e.V.

Durch die sog. Breitbandrichtlinie der EU müssen Infrastrukturnetzbetreiber Breitbandkabelanbieter ihre Infrastrukturleitungen zur Verfügung stellen, wenn nicht innerhalb von zwei Monaten durch triftige Gründe widersprochen wird. Das bereits vom Kabinett beschlossen und vom Bundesrat und Bundestag verabschiedete DigiNetz-Gesetz regelt die Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht. Der Fokus richtet sich hier insbesondere auf die Entwässerungskanäle, weil sie im Allgemeinen überall vorhanden sind und eine günstige Zugangsmöglichkeit bieten.

„Minimal-invasive Verlegung“ unserer neuen Stromnetze – sind die Vorbehalte gegen erdverlegte Stromtrassen berechtigt?

Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer, TU Kaiserslautern

Die Themen Versorgungssicherheit und Rehabilitation gewinnen zunehmend an Bedeutung für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb von Fernwärmesystemen. Mit den AGFW-Merkblättern FW 113 (Entwurf) und FW 114 stehen zwei technische Regeln zur Verfügung, die die zugehörigen Planungsprozesse unterstützen. Der Beitrag zeigt anhand eines Fallbeispiels das Zusammenwirken beider Regelwerke.

Moderator: Prof. Jens Hölterhoff,
GSTT e.V., Berlin